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Dive Manado / Bunaken - North Sulawesi with MY Liburan Liveaboard
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Herbert Frei
Unterwasser Fotojournalist

 


Reisebericht Tauchsafari 2006

Luxus hat im indonesischen Tauchsafari – Markt einen neuen Namen: MS LIBURAN.
Vielen Tauchern und insbesondere den Unterwasserfotografen ist Rudi Ring noch ein Begriff im Zusammenhang mit der alten LIBURAN.

Nach dem die Ansprueche von uns Tauchern an die Unterbringung immer hoeher werden und das Verlangen nach unberuehrten Tauchgebieten immer grosser, hat Rudi ein Projekt beendet, welches sich innerhalb kuerzester Zeit im indonesischen Tauchermarkt wie ein Lauffeuer herumgesprochen hat. Die Rede ist vin einem neuen Safariboot der gehobenen Klasse, welches ohne Probleme mit anderen Safaribooten in Indonesien mithalten kann und das noch zu zivilen Preisen.

Zugegeben, die Anreise ist nicht von Pappe. Die direkteste Anreise geht von Frankfurt mit Singapur Airlines nach Singapur [12 Stunden] und von hier aus mit Silk Air weiter [in 3 ½ Stunden] nach Manado, Nord Sulawesi. Von hier wird man von Rudi abgeholt.

Die neue LIBURAN ist im Januar 2006 in Zentral Sulawesi vom Stapel gelaufen und hat seine Jungfernfahrt [mit uns] im Maerz 2006 mit Bravour beendet. Die LIBURAN zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass es sich um ein Stahlboot handelt, welches dadurch im Gegensatz zu Booten mit holzrumpf ruhig im Wasser liegt – seekrankheitsanfaellige Taucher danken es. Ueberall dort, wo Teile nicht dem direkten Witterungseinfluss aausgesetzt sind, ist das Boot mit Edelholz verkleidet, welches einen angenehm warmen Farbton hat und Gemuetlichkeit ausstrahlt.

Insgesamt verfuegt die LIBURAN ueber 8 Doppelkabinen, alle mit Einzelbetten und eigener Nasszelle mit Warmwasser – Dusche und WC sowie eigener, separate regelbarer Klimaanlage. Sechs Kabinen befinden sich auf Wasserlinie im Unterdeck und zwei auf dem Hauptdeck am Bug hinter der Kueche. Ebenfalls auf dem Hauptdeck befindet sich der Essensraum mit angrenzendem Wohnraum [insgesamt zirka 50 qm], das Tauchdeck ist auesserst grosszuegig bemessen, sodas Gedraenge selbst bei voller Belegung nicht stattfindet. Bei der Planung des Bootes wurden “Kleinigkeiten” wie Toilette und zwei Suesswasserduschen auf dem Tauchdeck beruecksichtigt. Auf dem Oberdeck im Schattenbereich kann abends bei Gitarrenklaengen und einheimischen Liedern der Sternenhimmel bestaunt werden.

An Bord werden pro Tag zwei warme Mahlzeiten frisch zubereitet. Neben dem selbstverstaendlichen Fisch, der fangfrisch von einheimischen fischern “frei Haus” geliefert wird, bereiten die beiden Smutjes Fleisch, Reis, Nudeln, Kartoffeln und Gemuese in einer solchen Vielfalt zu, das man selbst waehrend einer 14- taegigen Tauchsafari nicht 2 mal das selbe essen muss.

Der Tagesablauf an Bord will gut geplant sein, stehen pro Tag moistens 3 Tauchgaenge, sowie 2 Nachttauchgaenge pro Woche auf dem Programm. Demjenigen, dem das noch zu wenig ist, kann gegen Aufpreis zusaetzliche Tauchgaenge buchen. Der erste Tauchgang beginnt daher gegen 7.30 Uhr. Der zweite nach dem fruehstueck gegen 11.00 Uhr und der dritte nach der Mittagsruhe um 15.30 Uhr. Mit dem Abendessen wird bis 20.30 Uhr
Gewartet, sodass auch die Nachttaucher ausreichend Zeit haben zu duschen. Getaucht wird uebrigens mit 12 Liter Aluminiumtanks, wahlweise mit Nitrox.

Exkursionen und Landgaenge werden angeboten und fuer den ein oder anderen Geheimtip steht Rudi jederzeit zur Verfuegung. Wer uebrigens bei der ganzen Taucherei abends die mueden glieder kaum noch bewegen kann, sollte unbedingt die Massage – Kunst von Odi ausprobieren, der fuer 4 EUR eine ganze Stunde lang die mueden Knochen wieder auf Vordermann bringt. Bei entsprechend voller Belegung sind vorbestellungen nuetzlich.

Vom Tauchen her werden alle Gebiete rund um Nord – Sulawesi angefahren. Dabei gehoeren der Bunaken National Park mit seinen herrlichen Steilwaenden und chance auf Grossfisch a la Weissspitzenriffhai, Banggka und Gangga Island mit seinem herrlichen Korallenbewuchs und chance auf Dugongs sowie das weltbeste Critter – Tauchen in der Lembeh Strait zum Standardrepertoire. So richtig Freude kommt bei den Explorer – Touren auf, bei denen gezielt Neuland aufgesucht wird. So kam es, das der Tauchplatz “Poopoh” gefunden wurde, wo viele unterschiedliche Skorpionsfische [darunter Rhinopias und Schaukelfische] , aber auch andere Exoten wie der andere Fische imitierende “Mimic Octopus”, ja selbst Dugongs vorkommen. Die Kroenung allerdings ist eine Ueberfahrt bis knapp an die philippinische Grenze ins Sangihe Archipel, wo jahreszeitenabhaengig verschiedene Walarten [Pottwal bis Orcas] zu sehen sind.

Die Guides auf der LIBURAN zaehlen zu den besten der Region und kennen die Gebiete so genau, dass zielsicher saemtliche Highlights eines Tauchplatzes aufgesucht werden. Tauchen im Bunaken Nationalpark bedeutet insbesondere Steilwaende mit herrlichem Korallenbewuchs und guten Sichtweiten um 30 Meter. Auch wenn nicht selten Schwarz – und Weissspitzenriffhaie vorbeiziehen, sind die Highlights hier die verschiedenen Nacktschnecken und Fischschwaerme, manchmal Schildkroeten.

Die Lembeh Strait ist weltbekannt fuer ihr Critters, das heist kleine bis kleinste, skurille Lebewesen in einer solchen Artenvielfalt, wie sie nirgends sonst auf der Welt zu finden ist. Aber die Lembeh Strait heist auch muck – diving, also tauchen ueber schwarzem Korallensand und Schlamm. Auf Grund der spuerbaren Zivilisationszunahme sind die Folgen unuebersehbar: Achtlos weggeworfener Kunststoffmuell und Schrott ist allgegenwaertig. Dies mindert jedoch nicht im Geringstendie Attraktivitaet der Tauchplaetze, ganz im Gegenteil! Die Flora und Fauna verssteht es auf einmalige Art und Weise alles fuer seine eigenen Zwecke zu verwenden. So kommt es durchaus vor, dass leere Kunststoffrohre von Fangschreckenkrebsen, Flaschen von [Mini] Octopussen bewohnt werden und erwachsene, traechtige Octopusse ihr Gelege an der Koerperseite mit einem Teller schuetzen – alles einmalige Erlebnisse unter Wasser, die das eine oder andere Mal zum Schmunzeln fuehren. Das Tauchen in der Lembeh Strait kann jahreszeitenabhaengig unterschiedlich sein. Waehrend im Oktober viele Fetzenfische gesehen werden, kann man zum Beispiel im Maerz traechtige Zwergseepferdchen , aber auch die groesseren Verwandten, die dornigen Seepferdchen beobachten. Verschweigen darf man allerdings auch nicht, dass die Sichtweiten in der Lembeh Strait ganzjaehrig bescheiden sind, mehr als 10 Meter werden selten erreicht und auch Grossfisch ist hier nicht anzutreffen.

In sofern ist das Sangihe – Archipel das passende Kontrastprogramm. Tolle Sichtweiten [bis zu 60 Meter sind keine Seltenheit], Grossfisch, active Vulkane – ueber wie unter Wasser -, unbelastete vollkommen intakte Korallenriffe lassen das Herz eines jeden Tauchers hoeher schlagen und wenn dann auch noch eine Gruppe tropischer Orcas des Weges ziehen, kann man sich kaum einen schoeneren Ort vorsstellen. Ergaenzt wird der tolle Eindruck unter Wasser durch eine Landesexkursion, zu Doerfern mit touristisch unverbrauchten Einheimischen oder durch den Regenwald der Sangihe – Insel Siau. Auf Grund der exponierten Lage des Sangihe – Archipel kann e saber durchaus vorkommen, dass die LIBURAN dieses wetterbedingt nicht anlaeuft.

So toll alles auf der LIBURAN gewesen ist, etwas negatives haben wir trotzdem aus Indonesien mitgebracht. Einen Virus…… den LIBURAN VIRUS, de runs dazu treibt, schnellstmoeglich wiederzukommen.

Andre From Germany
andre@mantaray.de

 


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